Mein Rechtsweg

Brauche ich ein Impressum für meine Website im Wartungsmodus?

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Es ist kurz vor Mitternacht in Leipzig, der Tee ist längst kalt, und ich starre auf diesen einen Button in meinem WordPress-Dashboard: 'Wartungsmodus aktivieren'. Ein Klick, und meine mühsam gebastelte Website verschwindet hinter einem schicken Vorhang, auf dem nur steht: 'Hier entsteht etwas Neues. Bald bin ich für euch da!' Ein schönes Gefühl, oder? Endlich kein Druck mehr, dass jeder Tippfehler sofort öffentlich ist. Aber dann schoss mir dieser eine Gedanke durch den Kopf, der jeden Solopreneur nachts wachhält: Brauche ich für diese digitale Baustelle eigentlich schon ein Impressum? Oder lauern die Abmahnanwälte schon im Gebüsch, obwohl noch kein einziger Blogartikel online ist?

Bevor ich euch von meinem Stolperlauf durch die Paragrafen erzähle, ein kleiner Hinweis: Ich bin keine Juristin. Ich bin freiberufliche Texterin, die 2024 ihre erste Website gestartet hat und sich alles selbst beibringen musste. Wenn ihr wirklich sichergehen wollt, fragt bitte einen Anwalt oder den Datenschutzbeauftragten eurer Stadt. Diese Seite enthält zudem Affiliate-Links. Wenn du über einen meiner Links kaufst, bekomme ich eine kleine Provision – für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Ich verlinke nur Tools, die ich selbst auf meiner eigenen Website nutze, wie zum Beispiel easyRechtssicher.

Ende November: Die Illusion der unsichtbaren Baustelle

An einem windigen Abend Ende November saß ich an meinem Küchentisch und war eigentlich ziemlich stolz auf mich. Meine 'Coming Soon'-Seite sah fantastisch aus. Ein schönes Hintergrundbild, ein Feld für den Newsletter und mein Logo. Ich dachte mir: 'Solange ich noch nichts verkaufe und die Seite quasi noch gar nicht existiert, bin ich im juristischen Niemandsland.' Wie eine Steuererklärung, die man erst abgeben muss, wenn man Geld verdient hat, oder? Falsch gedacht.

Ich hatte diesen naiven Plan, das Impressum einfach erst zum offiziellen Launch zu schreiben. Wer sollte mich denn finden? Aber das Internet vergisst nicht und, was viel schlimmer ist, es übersieht nichts. Ein kurzer Check in einem Forum für Gründer belehrte mich eines Besseren: Sobald eine Seite im Netz erreichbar ist – auch unter einer 'Wartungsklappe' – gilt sie als Teil des öffentlichen Raums. Es ist wie ein Ladenlokal, bei dem man die Schaufenster mit Zeitungspapier beklebt hat, aber oben drüber schon das Schild mit dem Firmennamen hängt. Man ist präsent.

Handgeschriebene Checkliste für den Website-Start mit Fokus auf die Impressumspflicht.

Ein grauer Dienstagnachmittag im Februar: Die harte Realität des TDDDG

Diesen Tag werde ich so schnell nicht vergessen. Ich hatte mich eigentlich auf meine Texte konzentriert, aber die Frage mit dem Impressum ließ mir keine Ruhe. Ich fing an zu recherchieren und stieß auf ein Kürzel, das mir den Schweiß auf die Stirn trieb: TDDDG. Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz. Klingt wie ein Zungenbrecher aus einem Apothekenbeipackzettel, ist aber der Nachfolger des alten Telemediengesetzes.

Mein Tagebucheintrag von diesem Tag ist voller Ausrufezeichen. Ich habe gelernt, dass die Impressumspflicht laut Paragraf 5 des TDDDG fast jeden trifft, der nicht nur rein private oder familiäre Inhalte teilt. Und hier kommt der Knackpunkt für uns Solopreneure: 'Geschäftsmäßig' bedeutet nicht, dass man schon den ersten Euro verdient haben muss. Es reicht völlig aus, wenn man seine Dienstleistung ankündigt oder auch nur den Anschein erweckt, dass man bald etwas verkaufen will. Mein kleiner Newsletter-Button auf der Wartungsseite? Das ist bereits geschäftsmäßig, weil ich damit ja Kundenkontakte sammle.

Die Panik wurde nicht besser, als ich las, dass Verstöße gegen diese Pflicht mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden können. Klar, das ist der Maximalbetrag für die ganz großen Fische, aber selbst ein Bruchteil davon würde mein Freelancer-Budget für das ganze Jahr sprengen. Ich fühlte mich wie bei einem Behördengang, bei dem man merkt, dass man das wichtigste Formular zu Hause vergessen hat.

Damals dachte ich noch: 'Ach, ich packe einfach ein PDF mit meinen Daten drauf.' Ein riesiger Fehler. Ein Impressum muss nämlich laut Gesetz 'leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar' sein. Ein PDF, das man erst herunterladen muss? Das ist weder unmittelbar noch leicht erreichbar. Es muss eine echte Unterseite sein, die man mit maximal zwei Klicks von jeder anderen Seite aus erreicht – ja, auch von der Wartungsseite aus.

Wenn du dich jetzt genauso überfordert fühlst wie ich damals, schau dir mal meinen Beitrag Hilfe, brauche ich das wirklich? Mein erster Tag mit der Website an. Da beschreibe ich genau diesen Moment der ersten Schockstarre.

Laptop-Bildschirm mit einem Tool zur Erstellung von rechtssicheren Impressumstexten.

Nach etwa drei Wochen im Wartungsmodus: Das Problem mit der Privatanschrift

Hier kommt der Teil, den viele Ratgeber im Netz einfach ignorieren. Wenn man als Solopreneur startet, hat man meistens kein schickes Büro in der Innenstadt. Man arbeitet vom Küchentisch oder aus dem Schlafzimmer. Ein Impressum verlangt aber eine 'ladungsfähige Anschrift'. Das bedeutet: Meine private Wohnadresse muss für jeden im Internet sichtbar sein. Während das für eine Firma mit Bürogebäuden kein Ding ist, fühlte ich mich dabei extrem unwohl. Jeder, der meine Website im Wartungsmodus besucht, weiß sofort, wo ich wohne?

Ich habe lange überlegt, ob ich das Impressum deshalb einfach weglasse, bis ich 'richtig' starte. Aber das Risiko einer Abmahnung ist real. Es gibt Leute, die das Netz gezielt nach neuen Domains scannen, die noch kein Impressum haben. Es ist wie ein digitaler Türsteher, der dich nicht reinlässt, wenn du deinen Ausweis nicht zeigst. Ich musste also eine Lösung finden, die mich rechtlich absichert, ohne dass ich bei jeder Zeile im Impressum Angst haben muss, etwas falsch formuliert zu haben.

Ich erinnerte mich an eine Empfehlung für easyRechtssicher. Was mich überzeugt hat, war nicht nur die einfache Handhabung, sondern die Tatsache, dass sie seit 8 Jahren am Markt sind. In der schnelllebigen Internetwelt ist das eine Ewigkeit. Mit einer Refund-Rate von nur 2,72 % scheinen die Leute dort wirklich zufrieden zu sein. Für mich war es die Rettung: Ein Generator, der mir die Texte erstellt und sie sogar automatisch aktualisiert, wenn sich mal wieder ein Paragraf im TDDDG ändert. Ich musste nicht mehr selbst zur Hobby-Juristin werden.

Anfang Juni: Die Erleichterung und der Blick zurück

Anfang Juni war es dann so weit. Meine Website ging live, aber das Impressum stand schon seit Wochen fest und sicher auf meiner Wartungsseite. Wenn ich heute zurückblicke, war der Wartungsmodus eigentlich die beste Schule. Er hat mich gezwungen, mich mit den Grundlagen zu beschäftigen, bevor das eigentliche Business-Chaos losging. Es ist ein bisschen wie beim Hausbau: Das Fundament sieht man später nicht mehr, aber wenn man da schlampt, bricht irgendwann alles zusammen.

Was ich gelernt habe: Unterschätze niemals die 'Coming Soon'-Phase. Auch wenn du noch keine Dienstleistung verkaufst, bist du für den Gesetzgeber oft schon eine Unternehmerin. Ein Impressum gehört dazu, sobald deine Domain im Browser etwas anderes anzeigt als eine Fehlermeldung. Und falls du auch auf Social Media aktiv bist, denk dran: Die Pflicht hört nicht bei deiner Website auf. Ich habe dazu mal aufgeschrieben, wie ich das Problem gelöst habe: Impressumspflicht für Linktree rechtssicher umsetzen.

Mein Rat an dich, wenn du gerade vor deiner eigenen Wartungsseite sitzt und überlegst, das Thema Impressum auf 'nächste Woche' zu verschieben: Tu es nicht. Es raubt dir die Energie und den Fokus auf deine eigentliche Arbeit. Hol dir ein Tool, das dir den Rücken freihält. Ich nutze den Generator von easyRechtssicher und schlafe seitdem deutlich ruhiger. Es kostet etwa 19 Euro im Monat – das ist weniger als ich für meine täglichen Hafermilch-Lattes in Leipzig ausgebe, aber es schützt mich vor Bußgeldern, die mein gesamtes Business ruinieren könnten.

Die DSGVO, das TDDDG und all die anderen Abkürzungen werden uns wahrscheinlich noch lange begleiten. Aber man muss sie nicht allein bezwingen. Fang klein an, sicher dich ab, und dann konzentrier dich auf das, was du wirklich liebst: Deine Inhalte und deine Kunden. Viel Erfolg beim Launch deiner Website!

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